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Sie haben kein Interesse an einer persönlichen Beratung?

Sie würden uns einen riesigen Gefallen tun, uns kurz mitzuteilen, warum Sie keinen Bedarf an weiteren Informationen haben.

 

Die Idee einer Demenz Wohngemeinschaft

Die Nachfrage steigt stetig...


Wir freuen uns sehr, dass Sie sich für die Gründung/Initiierung einer WG für Menschen mit Demenz interessieren. Wir wollen Sie an dieser Stelle ausdrücklich ermutigen, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen: Aufgrund demographischer Veränderungen nimmt der Anteil von Menschen mit Demenz in Deutschland immer stärker zu, so dass Sie von einer hohen und steigenden Nachfrage nach freien Zimmern in Wohngemeinschaften ausgehen können. Und das sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum.

 

Was macht eine Demenz WG aus?


In einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz leben die Mieter gemeinsam und werden durch ambulante Dienste gepflegt und betreut. Ausgestattet sind die Wohnungen mit liebgewonnenen Möbeln der Mieter. Ziel ist es letztlich, Menschen mit Demenz ein Leben in einer familienähnlichen Atmosphäre zu ermöglichen und zugleich notwendige Pflege und Betreuung sicherzustellen.


Wir sind uns ganz sicher:


Menschen mit Demenz leben in diesen WGs in einem privaten Umfeld und erfahren gleichzeitig individuell angepasste Versorgung sowie Anregungen und Zugehörigkeitsgefühle in der Gemeinschaft. Das zusammen trägt zu hoher Lebensqualität bei, auch für die Angehörigen, die ihre Lieben gut versorgt wissen.


 

Was versteht man unter einer selbstverwalteten WG?

Es gibt auch in Hessen bereits Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz.

Davon sind viele so organisiert, dass ein Träger, beispielsweise ein Wohlfahrtsverband oder auch ein privater Pflegedienst, seine eigenen Dienstleistungen in der WG erbringt. Er leitet somit die Wohngemeinschaft, entscheidet über Alltagsgeschehen, Neueinzüge, Pflegeorganisation etc.

Anders in selbstverwalteten Demenz-WGs:
Hier gibt es keinen offiziellen Einrichtungsträger und die aktive Einbindung beispielsweise der Angehörigen ist ein ganz wichtiger Punkt. Sie legen gemeinsam die konzeptuelle Ausrichtung der WG fest, entscheiden, wer neu einzieht, wie möbliert wird, wie die Hauswirtschaft organisiert wird und wer Pflege- und Betreuungsleistungen bereitstellen darf und wie diese strukturiert werden sollen.


 

Vertiefende Informationen

 

Das Kapitel zum Download und optionalen Ausdrucken:

 

Was Sie bisher über Demenz Wohngemeinschaften gehört haben, klingt interessant?

Und Sie überlegen, ob Sie solch eine WG auch in Ihrem Umfeld gründen können? Ja, wir wollen Sie ausdrücklich dazu ermutigen und Ihnen alle Information geben, die Sie dafür benötigen. Hier stehen Sie nach Lesen dieses Kapitels:

  • 17%

Erfahren Sie im nächsten Kapitel, welche Mitstreiter Sie für Ihr Projekt haben sollten.

 
 
 

Ein wichtiger Schritt: Suchen Sie sich Mitstreiter!

 

Partner vor Ort


Die Wohngemeinschaften leben vom Zusammenwirken verschiedener Akteursgruppen. Und das fängt schon früh in der Planungsphase an: Egal, ob Sie beispielsweise eine Kommune vertreten oder eine Wohnungsbaugesellschaft - Sie brauchen Partner vor Ort, die Ihre Idee mittragen und dabei helfen, weitere Interessierte zu finden und zu begeistern.

Wie fangen Sie an?


Wir empfehlen: „Durchforsten“ Sie zunächst Ihre beruflichen Netzwerke. Vielleicht haben Sie auch in Ihrem privaten Umfeld Menschen, die interessiert sind und/oder Ihnen weiterhelfen können?

Platzieren Sie Aushänge, schreiben Sie Artikel für Zeitungen und Informationsblättchen, eventuell können Sie auch ein lokales Radio gewinnen?


 

Raum für Fragen und Diskussionen


Bei schriftlichen Informationen ist es sinnvoll, sowohl über das Vorhaben zu informieren als auch Fragen und Diskussionen Raum zu geben.

Zudem sollten Sie bei einer ersten Veranstaltung mit potenziell Interessierten direkt einen Folgetermin vereinbaren. Auf diese Weise spannen Sie Ihr Netzwerk fortführend weiter und haben die Möglichkeit, Mitstreiter von Anfang an mit ins Boot zu nehmen und sich gemeinsam mit Engagement auf den Weg zu machen.


 

Mögliche Unterstützer

Seniorenbüros


Ein guter Ansprechpartner sind lokale Seniorenbüros, die sich entweder in kommunaler, verbandlicher oder freier Trägerschaft befinden und in Hessen an mehr als 30 Standorten vertreten sind.

BAS

Hess. Fachstelle für Wohnberatung


Die Hessische Fachstelle für Wohnberatung berät unter anderem zu Fragen rund um das Wohnen im Alter. Hierzu gehören auch barrierefreie Wohnformen.

Vorschau HFW Flyer
 

 

Vertiefende Informationen

 
Demenzatlas Hessen

Demenzatlas Hessen,
Land Hessen

Alzheimer Gesellschaft Hessen

Übersicht Alzheimer Gesellschaften in Hessen,
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

 
 

Das Kapitel zum Download und optionalen Ausdrucken:

 

Mit dem richtigen Team ist es doch gar nicht so schwer

Je besser Sie informiert sind, desto leichter wird Ihnen die WG-Gründung fallen.


Hier stehen Sie nach Lesen dieses Kapitels:

  • 34%

Lesen Sie weiter im nächsten Kapitel, was Sie in Sachen Verantwortlichkeiten wissen sollten.

 
 

Wer hat den Hut auf?

 

Wer übernimmt die Verantwortung?


Unserer Erfahrung nach ist eine Projektleitung möglichst von Beginn an unerlässlich. Diese Aufgabe können Sie selbst übernehmen, ebenso aber auch jemand anderen damit beauftragen. Wichtig ist, dass eine Person die Gesamtverantwortung übernimmt und bei ihr die "Fäden zusammenlaufen". Je nach Setting und „Auftraggeber“ arbeitet diese Projektleitung entweder haupt- oder ehrenamtlich. In jedem Fall sollte ihr Wert als Ansprechpartner, Koordinator und "Mitdenker" erkannt werden.

Projektleitung: wichtig in der Gründungsphase!


Die Projektleitung hat dafür zu sorgen, dass die verschiedenen Interessensgruppen immer wieder an einen Tisch zusammenkommen, dass Termine ausgemacht, die Presse organisiert, die Öffentlichkeit informiert wird etc. Ein Zeitplan ist dabei von großer Hilfe. Gerade wenn Kommunen, Kirchengemeinden oder Wohnungsbaugesellschaften hinter der Idee einer Demenz-WG stehen, kann diese Projektleitung häufig im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit organisiert werden. Manchmal ist es auch Vereinen möglich, hierfür Gelder aufzubringen.


 

WG-Koordination: Hilfe im Alltag


Die Arbeit der Projektleitung ist mit Einzug der Mieter abgeschlossen. Nun kann ein WG-Koordinator die Verantwortung dafür übernehmen, dass konstruktiv miteinander kommuniziert, entschieden und gelebt wird. Ist dieser Koordinator beim Pflege-/Betreuungsdienst angestellt, muss darauf geachtet werden, dass ihm dennoch ein objektive "Vermittlerrolle" möglich ist. Dies ist unserer Erfahrung nach häufig nicht gewährleistet. Alternativ können WG-Koordinatoren beim Vermieter oder der Angehörigengruppe selbst angestellt werden. Bei letztgenannter Konstruktion ist zu bedenken, dass die Angehörigengruppe die Rolle eines Arbeitgebers übernehmen muss - mit allen Pflichten und Aufgaben, die dies mit sich bringt. Bei Fragen hierzu empfiehlt es sich, mit bereits bestehenden Demenz-WGs Kontakt aufzunehmen.


Und was macht die Angehörigengruppe?


Viele Entscheidungen können die Angehörigen bzw. gesetzliche Betreuer nur gemeinsam treffen. Bereits in der Planungsphase werden sich Interessierte für die WG-Zimmer finden. Wir empfehlen, dass sich die Angehörigengruppe etwa 4 bis 6 Monate vor dem geplanten Umzug das erste Mal trifft und dann am besten im regelmäßigen Abstand alle paar Wochen. Es bietet sich an, dass an diesen ersten Treffen nicht nur der Vermieter teilnimmt, sondern auch bereits "WG-Erfahrene" anderer Gruppen, um von deren Erfahrungen zu profitieren. Des Weiteren empfiehlt sich die Wahl eines Angehörigensprechers, der die Angehörigentreffen plant, leitet und Ansprechperson für den Pflegedienst und Interessenten ist. Natürlich können diese Aufgaben auch von verschiedenen Angehörigen gemeinsam übernommen werden. Ebenso ist es möglich, dass die Angehörigen selbst die bereits beschriebenen Aufgaben der sogenannten WG-Koordinatoren übernehmen. Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten, welche unterschiedlichen Fähigkeiten in Gruppen dieser Art zusammenkommen und sich gegenseitig stärken.


 

Braucht es schriftliche Vereinbarungen und Verträge?


Ganz klar ja!
Und zwar verschiedene: Für das Mietverhältnis, die Angehörigengruppe sowie die Pflege- und Betreuungsarbeit. Ein Muster für eine Wohngemeinschaftsvereinbarung für Angehörige stellen wir Ihnen auf dieser Seite zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Sie diese noch individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen müssen und wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität unserer Vorlagen übernehmen. Weitere Vereinbarungen können individuell angefragt werden.


 

Geteilte Verantwortung - das Verantwortungsdreieck

Das Element der Selbstverwaltung besteht darin, dass es keinen offiziellen Einrichtungsträger gibt, sondern vielmehr ein "Verantwortungsdreieck" zwischen Angehörigen, Pflege- und Betreuungsdienst(en) und selbstverständlich auch dem Vermieter besteht.

Dabei ist gerade die aktive Einbindung der Angehörigen ein entscheidender Punkt. Sie legen gemeinsam die konzeptuelle Ausrichtung der WG fest, entscheiden mit dem Vermieter, wer neu in die WG einzieht, wie die Hauswirtschaft organisiert wird und wie Pflege- und Betreuungsleistungen bereitgestellt und strukturiert werden.

 

 

Vertiefende Informationen


 
 
 

Das Kapitel zum Download und optionalen Ausdrucken:

 

Eine klare Rollen- und Aufgabenverteilung gehört dazu...

...daher sind die Unterstützer an Ihrer Seite mindestens ebenso wertvoll, wie ein systematisches Projektmanagement.

Hier stehen Sie nach Lesen dieses Kapitels:

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Lesen Sie im nächsten Kapitel, mit welchen Kosten Sie kalkulieren sollten.

 
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